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Niemand sollte die Augen vor dem Schmerz von Menschheit und Welt verschließen, auch wenn das Ausmaß und die damit verbundene Tragik unglaublich groß sind, so dass viele geneigt sind, sowohl das individuelle als auch das globale Leid zu verdrängen. Unsere Erde ist verwundet und mit ihr die Menschheit.
Ich versuche nun hier relativ kompakt (an anderer Stelle ausführlicher) den Sinn des Leidens einerseits in christlicher Terminologie zu beschreiben, anderseits in der des Buddhismus. Es ist selbstverständlich möglich, dieses auch in der Sprache der Hindus, der Moslems oder in jüdischem Kontext zu tun. Wenn man nicht vom exoterischen Ausdruck und Gebrauch der Weltreligionen (mit oft fundamentalistisch bzw. dogmatischer Prägung, was jedoch eher einen soziologischen und historischen als einen religions-
Wesentlich und eben in jeder Weltreligion im Grundsatz vorhanden, ist unter anderen die Aussage, dass das Leid durchaus Sinn macht. Der Mensch lernt und entwickelt sich, zumindest was seine lebenslange, geistige Reifung anbelangt, letztlich nur unter Leidensdruck. Um es in den Worten Buddhas, was übersetzt der “Erwachte“ bedeutet, auszudrücken, das gemeinsame Ziel für alle ist das Erwachen. Wir sollen aufwachen für die ganz reale und konkrete geistige Wirklichkeit und uns unserer eigenen göttlichen Verwandtschaft und Bestimmtheit bewusst werden. Nur so können wir das Leid überwinden und vorausgesetzt, wir wollen selbst nicht mehr freiwillig reinkarnieren, uns dann tatsächlich vom “Rad der Wiedergeburt“ befreien. Dieses bedingt, dass wir nicht immer neues Karma ansammeln und uns immer wieder in Taten verstricken, die in einem weiteren Leben ihren karmischen Ausgleich fordern. All die leidvollen Erlebnisse z. B. in Verbindung mit belastenden familiären Beziehungen können nur dann wirklich erfasst und begriffen werden, wenn wir die Möglichkeit mit einbeziehen, dass wir bestimmte, uns nahe stehende Menschen nicht das erste Mal in diesem Leben antreffen. Jede Begegnung, die mit uns bzw. unserem Leben etwas macht, also nicht ausschließlich oberflächlich verläuft, hat uns etwas zu sagen. Diese Begegnungen sind genauso wenig zufällig, wie Schicksalsschläge, beispielsweise Unfälle usw. Selbstverständlich können dabei auch positive Erfahrungen eine Rolle spielen. Doch gerade leidvolle Begegnungen und im übrigen auch die eigenen als irrational empfundenen, tief sitzenden Ängste und Blockaden, ebenfalls die meisten Krankheiten, machen nur Sinn, wenn wir beginnen zu verstehen, was es heißt, dass das Leben eines jeden einer individuellen Schicksalsfügung unterliegt. Natürlich kann man nicht in wenigen kompakten Sätzen erklären, was es mit den Gedanken von Reinkarnation und Karma auf sich hat. Deshalb möchte ich auch hier auf das Buch “Am Puls des Universums“ (
Um es in christlichen Begriffen zu formulieren, möchte ich zwei bekannte Christusworte zu Hilfe nehmen. “ICH BIN der Weg, die Wahrheit und das Leben.” und “ICH BIN das Alpha und das Omega, Anfang und Ende”. Das ICH BIN der ICH BIN (der heilige Name Gottes, wie es auf Nachfrage von Moses aus dem brennenden Dornbusch tönt -